Aufschieberitis: Warum du als Unternehmer und Führungskraft beschäftigt bist statt Ergebnisse zu liefern
- Dirk Henningsen
- vor 4 Stunden
- 5 Min. Lesezeit
Kennst du diese Tage als Unternehmer oder Führungskraft, an denen dein Kalender voll ist und du permanent in Bewegung bist?
Am Abend bist du müde wie nach einem langen Marsch, und trotzdem bleibt dieses eine Gefühl:
Es ist viel passiert, aber du hast zu wenig zu Ende gebracht. Du hast Dinge geklärt, Rückfragen beantwortet, abgestimmt, reagiert, hier noch etwas geschoben, da noch etwas gefixt, und am Ende fehlt irgendein Ergebnis, das den Tag spürbar nach vorn gebracht hätte.
Genau darum geht es in diesem Artikel und Video:
Warum die Ergebnisse nach einem vollen Tag bei Unternehmern und Führungskräften oft nicht an fehlender Zeit scheitert, sondern daran, dass sie unbemerkt in Beschäftigung gerutscht sind, weil ihr System gerade lieber auf kleine Reize reagiert hat, statt in die Tiefe zu gehen und Ergebnisse zu erzielen.
Ich zeige dir, woran du diesen Modus bei dir früh erkennst, wie du in zwei Tagen sauber rausfindest, was dich in den falschen Modus hineinzieht, und welche einfache Umstellung dir wieder einen Tag bringt, der am Ende nach Fortschritt aussieht, nicht nur nach Aktivität.
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Der wichtigste Denkfehler bei diesem Thema ist, dass du Beschäftigung mit Arbeit verwechselst. Beschäftigung hat Bewegung, Tempo und viele kleine Abschlüsse. Arbeit, die Wirkung hat, fühlt sich oft anders an. Sie ist stiller, schwerer zu starten, und sie zwingt dich, einen Gedanken länger zu halten, als es dein Posteingang jemals verlangen würde.
Genau deshalb wirkt Beschäftigung wie Fortschritt, obwohl sie dir am Ende des Tages das eine Ergebnis klaut, das eigentlich alles gerechtfertigt hätte.
Du merkst das selten in dem Moment, in dem du ausweichst, sondern erst abends, wenn du zurückblickst und feststellst, dass du zwar permanent verfügbar warst, aber das Wesentliche nicht bewegt hast. Und dann passiert etwas Gefährliches: Du gibst dir die falsche Erklärung. Du sagst dir, der Tag war zu voll, die Leute brauchten dich, es gab viele kleine Dinge, die erledigt werden mussten. Das stimmt oft sogar. Nur ist die Frage nicht, ob Dinge da waren, sondern ob du zwischendurch die Führung über deinen Tag behalten hast, oder ob dein Tag dich geführt hat.
Bei Unternehmern und Führungskräften passiert dieser Wechsel sehr häufig aus einem ganz simplen Grund:
Du hast den ganzen Tag Zugang zu kleinen Aufgaben, die sofort Rückmeldung geben. Eine Mail beantworten fühlt sich nach Abschluss an. Eine Rückfrage klären fühlt sich nach Kontrolle an. Eine Mini-Entscheidung treffen gibt dir das Gefühl, dran zu sein. Und jedes Mal, wenn du das tust, bekommst du ein kleines Signal: Ich habe etwas erledigt. Dein System liebt diese Signale, besonders dann, wenn die innere Stabilität nicht auf vollem Niveau ist, weil es dann automatisch nach Aufgaben greift, die leicht zu starten sind, schnell Feedback geben und kein langes Halten von Komplexität verlangen.
Das ist der Grund, warum Beschäftigung selten ein Charakterproblem ist. Es ist ein Modus. Und dieser Modus ist oft ein Hinweis darauf, dass dein System gerade zu wenig Spielraum hat, um tiefe Arbeit zu bewältigen. Wenn der Spielraum da ist, kannst du die kleinen Dinge erledigen und trotzdem im Wesentlichen bleiben. Wenn der Spielraum fehlt, ziehst du die kleinen Dinge magisch an und nennst es Priorität, obwohl du eigentlich nur ausweichst.
Damit du nicht im Nebel herumrätst, machen wir das praktisch. Du brauchst nur die Beobachtung, die dir in zwei Tagen zeigt, warum du in Beschäftigung rutschst, und was du ändern musst, damit Ergebnisse wieder auftauchen.
Hier ist der Zwei-Tage-Test.
Erstens: Notiere dir an zwei Tagen jeweils drei Zeitfenster, in denen du merkst, dass du in Kleinkram rutschst. Es reicht völlig, wenn du grob schreibst: vormittags, früher Nachmittag, später Nachmittag. Du wirst sehr schnell sehen, ob es ein typisches Fenster gibt, in dem du besonders anfällig bist. Das ist wichtig, weil es dir zeigt, dass es nicht Zufall ist. Es ist Timing. Und wenn es Timing ist, kannst du es stabilisieren.
Zweitens: Schreib dir jeweils den Auslöser auf, der dich in das Kleinteilige gezogen hat. War es eine Unterbrechung? War es eine Unsicherheit, weil du bei einem Thema noch keine klare Linie hattest? War es eine kleine Aufgabe, die sich nach Kontrolle anfühlt? Oder war es schlicht der Moment, in dem du etwas Schwieriges anfangen wolltest, und dein System lieber etwas Einfaches vorgeschoben hat? Diese Auslöser sehen ähnlich aus, führen aber zu unterschiedlichen Hebeln.
Drittens: Markiere dir bei jedem dieser Momente, ob du vorher schon ein Ergebnis gesichert hattest oder ob du bis dahin nur unterwegs warst. Das ist der entscheidende Punkt. Viele Tage kippen nicht, weil zu viel reinkommt, sondern weil du bis zum Mittag keinen einzigen festen Anker gesetzt hast. Ohne Anker bleibt dein System in Bewegung, aber es baut keine Richtung auf. Und dann wird der Nachmittag automatisch zu Reaktion.
Wenn du diese drei Punkte zwei Tage beobachtest, siehst du sofort, was bei dir passiert. Und dann kannst du an der richtigen Stelle drehen, statt noch mehr zu optimieren.
Jetzt kommt die Umstellung, die den Unterschied macht, ohne dass du deinen ganzen Tag umbauen musst.
Du brauchst einen Ergebnis-Block. Nicht groß, nicht lang, aber klar. Ein Block pro Tag, der nur einen Zweck hat: Ein Ergebnis sichern, bevor der Tag dich zerlegt. Das kann 45 Minuten sein oder 60, je nach Tag. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Regel: In diesem Block beantwortest du keine Rückfragen, du klärst nichts nebenbei, du springst nicht. Du arbeitest an einer Sache so lange, bis ein sichtbarer Schritt fertig ist. Ein Dokument steht. Eine Entscheidung getroffen oder eine Richtung formuliert ist. Etwas ist abgeschlossen, das am Abend noch zählt.
Der Effekt davon ist deutlich, weil er zwei Dinge gleichzeitig tut. Erstens: Er schafft einen Anker, der dir später das Gefühl gibt, dass der Tag Substanz hatte. Zweitens: Er reduziert die innere Unruhe, die dich sonst in Kleinkram treibt, weil dein System früh am Tag merkt: Es entsteht etwas. Und wenn etwas entsteht, brauchst du weniger Beschäftigung, um dich stabil zu fühlen.
Damit du das sofort testen kannst, mach es morgen so: Du legst deinen Ergebnis-Block auf den Vormittag, nicht auf den Nachmittag. Du wählst ein Thema, das Wirkung hat, nicht eins, das hübsch zu erledigen ist. Und du definierst vorher in einem Satz, was am Ende stehen muss. Nicht zehn Ziele, nur eins. Zum Beispiel: Ich entscheide heute X. Oder: Ich schreibe die erste Version von Y fertig. Oder: Ich kläre die Richtung für Z und lege den nächsten Schritt fest. Und dann machst du nur das, bis diese Aussage wahr ist.
Wenn du das tust, wirst du eine Sache sehr schnell merken: Dein Tag fühlt sich anders an, obwohl du objektiv vielleicht sogar weniger Kleinkram erledigt hast. Genau das ist der Punkt. Du bekommst wieder das Gefühl von Steuerung zurück.
Und jetzt noch ein Satz, der dir hilft, die Ausweicharbeit sofort zu erkennen, bevor sie dich übernimmt.
Ausweicharbeit ist meistens die Aufgabe, die du dir selbst als „kurz mal eben“ verkaufst, weil sie leicht zu starten ist, aber dich nicht näher an ein Ergebnis bringt. Sobald du dich dabei erwischst, dass du fünfmal am Tag „nur kurz“ denkst, weißt du, was gerade passiert. Du bist nicht im Ergebnis-Modus. Du bist im Beschäftigungs-Modus.
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Ich freue mich, wenn wir uns im nächsten Video wiedersehen oder Artikel zu lesen.
Bis dann, dein Dirk Henningsen.


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