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Disziplin wird unter Belastung für Unternehmer und Führungskräfte zur Falle. Darum passiert das.


Warum Willenskraft unter Belastung gegen dich als Unternehmer und Führungskraft arbeitet


Bist du undiszipliniert wenn du deine Aufgaben nicht schaffst oder gibt es vielleicht einen gefährlicheren Grund den kaum einer sieht?


Du kennst diese Tage, an denen du genau weißt, was heute wirklich zählt, und trotzdem rutschst du nach ein paar Stunden in Aufgaben, die sich nach Arbeit anfühlen, aber kaum Wirkung haben. Du beantwortest Mails, klärst Kleinigkeiten, springst zwischen Themen, glättest Details, und am Abend ist der Tag voll, aber das eine Ergebnis fehlt, das den Tag wirklich getragen hätte.


Viele nennen das Undiszipliniertheit. Viele glauben, sie müssten sich einfach mehr zusammenreißen, härter priorisieren oder endlich wieder mehr Willenskraft aufbringen. Das klingt logisch, weil es nach Kontrolle klingt, aber es passt nicht zu deiner Realität, weil du ja nicht grundsätzlich planlos bist. Du weißt, wie man arbeitet. Du hast in deinem Leben Dinge aufgebaut, Entscheidungen getroffen, Verantwortung getragen, und genau deshalb ist es so irritierend, wenn du ausgerechnet unter Belastung anfängst, gegen dich selbst zu arbeiten.


Der Kern ist: Unter Belastung sinkt nicht deine Disziplin, sondern dein biologischer Spielraum, und genau dann übernimmt dein Stresssystem die Reihenfolge deiner Handlungen, bevor du es merkst.

Du fällst in einen Art Notfallmodus, der perfekt für großen Stress, aber Gift für den normalen Arbeitsalltag ist. Du steuerst nicht mehr bewusst von oben, sondern du reagierst von unten, und das fühlt sich dann so an, als würdest du dich selbst sabotieren, obwohl dein System nur versucht, mit Druck umzugehen.


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Ich mache es in diesem Video anders als in den typischen Motivationsansätzen für Unternehmer und Führungskräfte.


Ich gebe dir keine Liste mit Produktivitätstipps, sondern drei klare Anzeichen, an denen du innerhalb eines Tages erkennst, ob du wirklich ein Disziplinproblem hast, oder ob dein System übersteuert ist. Wenn du diese drei Anzeichen verstehst, hast du plötzlich eine völlig andere Erklärung für diese Tage, und du kannst auch anders damit umgehen, ohne dich innerlich dafür fertigzumachen.


Anzeichen eins: Du greifst nicht zu den wichtigsten Aufgaben, sondern zu den leichtesten Aufgaben, weil dein System nach schneller Entlastung sucht. Das sieht im Alltag ganz harmlos aus. Du sagst dir, ich mache erst kurz den Posteingang leer, dann kann ich mich besser konzentrieren. Du räumst schnell etwas weg, damit es aufgeräumt ist. Du beantwortest noch zwei Rückfragen, damit sie nicht liegen bleiben. Du machst eine Kleinigkeit fertig, weil du dann wenigstens etwas abgeschlossen hast.

Während du das machst, spürst du oft sogar kurz Erleichterung, weil etwas erledigt ist. Aber genau das ist der Punkt: Diese Erleichterung ist die Belohnung, die dein übersteuertes System gerade sucht, weil sie sofort verfügbar ist, während die eigentliche Ergebnisaufgabe erst später Entlastung bringt.

 

Wenn du an stabilen Tagen auf deine Arbeit schaust, merkst du den Unterschied sofort. Dann gehst du relativ früh an das Thema, das einen Unterschied macht, auch wenn es unangenehm ist, auch wenn es Fokus braucht, auch wenn es dich fordert.

An instabilen Tagen merkst du, dass du dir selbst immer wieder Umwege baust, die sich sinnvoll anfühlen, aber dich in Wahrheit vor dem Wesentlichen schützen. Das ist kein Charakterthema, das ist ein Zustandswechsel.


Anzeichen zwei: Dein innerer Widerstand steigt nicht nur gegen große Aufgaben, sondern sogar gegen einfache Entscheidungen, und du merkst es daran, dass du Dinge länger abwägst, obwohl du die Fakten kennst. Du sitzt vor einer Aufgabe, die du schon oft gemacht hast, und trotzdem fühlst du dich zäher. Du willst eine klare Richtung setzen, aber du suchst noch eine weitere Information, obwohl du eigentlich schon entscheiden könntest. Du formulierst eine Nachricht dreimal um. Du verschiebst ein Gespräch, obwohl du weißt, dass es besser wäre, es heute zu führen. Du merkst, dass dein Denken mehr Kreise zieht, und gleichzeitig sinkt deine Bereitschaft, einen klaren Schritt zu setzen.

Das ist der Moment, in dem viele anfangen, sich selbst zu erklären, dass sie gerade nicht gut genug organisiert sind. In Wahrheit ist es oft so, dass dein System unter Druck enger filtert, auf Sicherheit priorisiert und damit die Entscheidung nicht leichter, sondern schwerer macht. Es ist, als würde deine innere Bandbreite kleiner, und genau deshalb fühlt sich selbst eine normale Entscheidung plötzlich an, als würde sie mehr Energie kosten als sonst.


Anzeichen drei: Dein Fokus wird kürzer und reaktiver. Du erkennst das daran, wie stark dich äußere Reize steuern. Du schaust häufiger aufs Handy, obwohl du es gar nicht willst. Du springst schneller auf Nachrichten. Du lässt dich leichter aus einem Thema ziehen. Du merkst, dass du nach jedem kleinen Input erst wieder reinfinden musst, und dass du danach nicht auf dem gleichen Niveau weitermachst, sondern flacher.

Das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil viele glauben, Fokusverlust sei einfach nur Ablenkung. In Wahrheit ist es oft eine biologische Verschiebung, bei der dein System in eine Art Bereitschaft geht, in der es schneller auf Außen reagiert, aber schlechter bei einer Linie bleibt.

Wenn du diese drei Anzeichen bei dir siehst, dann hast du einen entscheidenden Vorteil: Du musst nicht mehr darüber diskutieren, ob du undiszipliniert bist, sondern du erkennst, dass dein System gerade übersteuert ist, und dann ist die Frage nicht mehr, wie du dich härter pushst, sondern wie du wieder in einen stabileren Modus zurückkommst.


Und jetzt kommt der Teil, der dir wahrscheinlich zuerst gegen den Strich geht, weil er sich fast zu simpel anhört: In so einem Moment hilft dir selten ein großer Plan, sondern ein kleiner Wechsel, der dein System wieder von Reaktion in Steuerung bringt.

 

Hier ist ein kurzer Ablauf, den du heute nutzen kannst, wenn du merkst, dass du in genau diesen Modus rutschst, und du brauchst dafür keine zehn Minuten. Du machst nur diese drei Dinge, in genau dieser Reihenfolge.


Erstens: Du stoppst für einen Moment jede Informationsaufnahme. Keine neuen Browserfenster. Keine neuen Nachrichten. Kein weiterer Input. Du schließt, was offen ist, und du machst für zwei Minuten nur das, was gerade da ist, ohne zusätzliches Material. Damit nimmst du dem System den Treiber, der die Reaktion am Laufen hält.


Zweitens: Du wechselst bewusst deine Körperposition, weil dein System unter Belastung oft in eine starre Haltung rutscht, die die innere Spannung hoch hält. Du stehst auf, löst Schultern und Kiefer, gehst ein paar Schritte, und du bringst deinen Blick kurz in die Ferne, statt nur auf den Bildschirm, weil das allein schon die innere Enge reduziert.


Drittens: Du formulierst eine einzige Ergebnisfrage für die nächsten 25 Minuten, nicht für den ganzen Tag. Nicht was muss ich alles erledigen, sondern was muss am Ende dieser 25 Minuten sichtbar da sein. Ein Absatz, eine Entscheidung, eine Liste mit drei Punkten, eine klare Rückmeldung, ein fertiger Entwurf, etwas, das nachher existiert. Und dann arbeitest du nur daran, ohne nebenbei zu reagieren.


Warum wirkt das, obwohl es so klein ist. Weil du damit drei Dinge gleichzeitig stabilisierst: Du reduzierst die Reizlast, du senkst die körperliche Spannung, und du gibst deinem Gehirn eine klare Linie, die es halten kann, statt zehn offene Schleifen gleichzeitig zu tragen. Du musst dafür nicht motiviert sein, du brauchst nur diese Reihenfolge.


Wenn du jetzt denkst, das ist trotzdem noch zu nah an Produktivität, dann kommt der wichtigste Punkt dieses Videos, und der ist genau der Sleep-Science-Space-Kern:


Diese Übersteuerung entsteht selten erst in dem Moment, in dem du sie bemerkst. Sie wird oft über Stunden vorbereitet, und sehr häufig über den Abend davor und die Regeneration in der Nacht. Wenn du abends nicht sauber runterfährst, wenn du spät noch Input hast, wenn dein System innerlich auf Bereitschaft bleibt, dann startest du am nächsten Tag mit weniger Spielraum, und dann brauchst du nicht viel, damit du in Reaktion rutschst, selbst wenn du objektiv genug geschlafen hast.

Das ist der Grund, warum zwei Tage mit den gleichen Aufgaben im Kalender völlig unterschiedlich laufen können, weil die Basis, auf der du arbeitest, unterschiedlich stabil ist. An einem Tag ist dein System ruhig genug, um zu steuern. Am anderen Tag ist es schneller in Bereitschaft, und dann fühlt sich Disziplin an wie ein Kampf.


Und genau deshalb ist der 24-Stunden-Code so hilfreich, weil er nicht bei Selbstoptimierung ansetzt, sondern dir zeigt, wo dein Rhythmus kippt und an welcher Stelle du zuerst stabilisieren solltest, damit diese Übersteuerung seltener wird. Du musst dann nicht mehr raten, du bekommst eine klare Reihenfolge.

Zum Abschluss eine Frage an dich, weil sie sofort sichtbar macht, wie dein System unter Druck kippt:

Woran merkst du als erstes, dass du vom Steuern ins Reagieren rutschst, am Drang, Mails zu öffnen, am zähen Entscheiden oder daran, dass du schneller zwischen Themen springst? Schreib es in die Kommentare, ein Satz reicht.


Ich freue mich, wenn wir uns im nächsten Video wiedersehen oder du meinen nächsten Artikel liest.

Bis dann, dein Dirk Henningsen.

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