Warum du abends vor allem als Unternehmer und Führungskraft nicht abschalten kannst
- Dirk Henningsen
- vor 7 Stunden
- 6 Min. Lesezeit
Kennst du als Unternehmer und Führungskraft diese Abende, an denen du eigentlich fertig bist, der Tag objektiv vorbei ist und trotzdem bleibt dein Kopf auf Empfang, als würdest du noch mitten im Arbeitstag stehen?
Du sitzt vielleicht auf dem Sofa, du bist körperlich im Feierabend, aber innerlich läuft dein System weiter, du checkst noch kurz etwas, du denkst noch eine Sache zu Ende, du gehst gedanklich noch einmal in ein Gespräch zurück, und plötzlich ist es eine Stunde später, ohne dass du wirklich runtergefahren bist.
Viele nennen das Abschalten. Und viele erklären es sich so, als wäre es ein reines Kopfproblem, als müsstest du dich nur besser disziplinieren, das Handy weglegen, dich ablenken, oder eine Routine finden, die dich beruhigt.
Das klingt logisch, weil es nach Kontrolle klingt, aber es trifft den Kern bei Unternehmern und Führungskräften oft nicht, weil du nicht deshalb wach bleibst, weil du keine Routine hast, sondern weil dein System am Abend noch kein sauberes Ende erkennt.
In diesem Artikel zeige ich dir drei Dinge: erstens, woran du erkennst, dass dein Abend nicht „zu aktiv“ ist, sondern unvollständig abgeschlossen, zweitens, welcher Mechanismus offene Schleifen im Kopf so hartnäckig macht, und drittens, was du konkret ändern musst, damit dein Körper abends wirklich Entwarnung bekommt, ohne dass du dir ein neues Ritual auflädst.
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Der entscheidende Punkt für dich als Unternehmer und Führungskraft ist: Dein Kopf läuft abends selten „einfach so“ weiter.
Er läuft weiter, weil dein System noch in Bereitschaft steht. Bereitschaft heißt, du bleibst innerlich verfügbar, weil etwas offen ist, weil etwas unklar ist, oder weil dein Tag ohne klare Endmarke ausläuft. Und diese Endmarke ist für Unternehmer und Führungskräfte oft genau das Problem, weil der Alltag nicht wie ein Job endet, sondern wie ein Strom, der einfach weiterfließt.
Du kennst das wahrscheinlich: Du machst den Laptop zu, aber im Kopf ist noch ein Gespräch nicht fertig, eine Entscheidung nicht sauber getroffen, ein Thema nicht klar eingeparkt, eine Zahl noch nicht geprüft, ein Punkt aus dem Team noch nicht beantwortet. Das sind nicht immer große Dinge. Oft sind es kleine offene Enden, die du unterschätzt, weil sie „nur kurz“ sind. Für dein Stresssystem sind sie nicht kurz, weil sie signalieren: Da ist noch etwas, das Folgen haben kann.
Und genau deshalb ist abends so häufig nicht die Müdigkeit der Engpass, sondern die fehlende innere Entwarnung. Entwarnung ist ein biologisches Signal, dass es jetzt sicher ist, Leistung abzugeben, Tempo rauszunehmen, Aufmerksamkeit zu öffnen, und von Reaktion zurück in Ruhe zu schalten. Wenn dieses Signal nicht kommt, bleibt dein System in einem Modus, der für den Tag nützlich ist, aber für die Nacht sehr schlecht.
Damit du das sofort praktisch greifen kannst, stelle dir zwei Abende vor, die von außen fast gleich aussehen.
Abend A: Du warst den ganzen Tag aktiv, du hast viel entschieden, viel gesprochen, viel bewegt, und trotzdem gehst du später ins Bett, dein Kopf ist relativ ruhig, du schläfst ein, und am nächsten Morgen bist du deutlich stabiler im Start.
Abend B: Du hattest sogar weniger echte Belastung, aber der Abend zieht sich, du bist innerlich unruhiger, du schaust noch mal rein, du springst gedanklich zwischen Themen, und am nächsten Morgen bist du zwar da, aber dein Zugriff ist zäher, der Start braucht länger, und du rutschst schneller in Reaktion.
Was unterscheidet diese beiden Abende? Nicht deine Disziplin. Nicht dein Wissen. Oft nicht einmal die Menge an Bildschirmzeit. Der Unterschied ist, ob dein System am Ende des Tages ein klares Ende erkannt hat.
Und jetzt kommt die Stelle, an der viele am falschen Hebel drehen, weil sie Abendruhe wie ein „Runterkommen“ behandeln. Sie suchen Entspannung, aber das Problem ist häufig davor. Es ist die fehlende Abschluss-Logik. Du brauchst nicht zuerst mehr Ruhe. Du brauchst zuerst einen Abschluss, der für dein System als Abschluss zählt.
Was heißt das konkret? Es heißt, dein Abend scheitert selten daran, dass du noch einen Gedanken hast. Dein Abend scheitert daran, dass dein Kopf nicht weiß, wo er das Offene ablegen soll. Und wenn etwas Offenes keinen Platz bekommt, bleibt es aktiv. Das ist der Grund, warum du im Bett noch einmal das Meeting durchgehst, noch einmal die Formulierung suchst, noch einmal den Konflikt drehst, noch einmal die To-do-Themen sortierst, und genau dadurch bleibt dein Körper in Bereitschaft.
Hier ist ein schneller Check, der dir zeigt, ob du genau in diesem Mechanismus hängst.
Stell dir diese Frage: Wenn du jetzt sofort schlafen müsstest, was wäre das eine Thema, das dich innerlich noch einmal aufspringen lässt, weil es nicht geklärt ist?
Wenn dir sofort etwas einfällt, dann ist dein Abend nicht „zu wach“, sondern zu offen.
Und jetzt wird es wichtig: Offen heißt nicht, dass du alles lösen musst. Offen heißt, du brauchst eine klare Einordnung, damit dein System aufhören kann, es wie eine akute Gefahr zu behandeln. Für dein Stresssystem ist unklare Verantwortung das, was ein Alarm dauerhaft offen hält. Es bleibt auf Empfang, damit du reagieren kannst.
Das ist auch der Grund, warum es bei Unternehmern und Führungskräften so häufig passiert. Du hast keine echte Kante zwischen Arbeit und Privat. Du hast Verantwortung, die nicht an der Tür bleibt. Du bist oft der letzte Eskalationspunkt. Wenn etwas schiefgeht, landet es bei dir. Genau deshalb ist dein System am Abend schneller auf Bereitschaft, weil es gelernt hat, dass „später“ oft heißt: Es kommt wieder.
Der Hebel ist deshalb nicht, dass du abends noch ein paar Minuten ruhiger atmest, obwohl das manchmal hilft. Der Hebel ist, dass du deinem System eine eindeutige Endmarke gibst, die sagt: Für heute ist entschieden, für heute ist eingeparckt, für heute ist geklärt, was morgen dran ist, und ich muss es jetzt nicht weitertragen.
Ich gebe dir dafür eine einfache Umsetzung, die nicht nach Ritual aussieht und die du ohne Extra-Aufwand testen kannst, und sie wirkt genau deshalb, weil sie deinem System Struktur gibt.
Nimm heute Abend die letzte offene Sache, die dich am ehesten innerlich auf Empfang hält. Nicht fünf. Eine. Die Sache, bei der du merkst, dass dein Kopf immer wieder dahin zurückspringt. Und dann machst du nur zwei Schritte.
Schritt eins: Du schreibst in einem Satz auf, was genau offen ist, so konkret wie möglich, ohne Erklärung, ohne Roman, nur die Fakten.
Schritt zwei: Du schreibst direkt darunter den nächsten kleinsten Schritt mit Zeitanker, zum Beispiel: „Morgen 09:15 sende ich X“ oder „Morgen 10:00 treffe ich Entscheidung Y“ oder „Morgen 08:30 kläre ich Punkt Z mit Person A“.
Mehr nicht. Kein Plan. Keine Liste. Keine Optimierung. Nur diese eine Endmarke: Was ist offen, und wann ist der nächste Schritt fix.
Warum das wirkt: Weil dein Stresssystem nicht nach Perfektion fragt, sondern nach Verlässlichkeit. Es will wissen, ob das Thema in der Luft hängt, oder ob es in eine klare Spur gelegt wurde. Sobald du eine klare Spur setzt, sinkt die Bereitschaft. Du merkst das oft innerhalb von Minuten, weil der Kopf nicht mehr ständig prüfen muss, ob er etwas vergisst.
Wenn du das jetzt hörst und denkst „Das mache ich doch sowieso im Kopf“, dann ist genau das der Punkt. Im Kopf bleibt es offen, weil es kein Ende hat. Auf Papier oder in einer Notiz bekommt es eine Endmarke. Nicht weil Papier magisch ist, sondern weil du einen konkreten nächsten Schritt fixierst, und dein System damit aufhört, permanent verfügbar zu bleiben.
Und wenn du jetzt noch einen Schritt tiefer verstehen willst, warum das bei dir so oft passiert, dann schau auf den Tagesrhythmus. Wenn dein System tagsüber schon zu lange in hohem Takt läuft, wenn du zu wenig echte Entlastungspunkte hast, wenn du abends aus Reaktion heraus in den Feierabend stolperst, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass dein Abend kein sauberes Ende findet. Der Abend ist dann nicht der Beginn des Problems. Er ist der Ort, an dem es sichtbar wird.
Genau deshalb passt das so gut zu Sleep Science Space. Es geht nicht um mehr Tipps oder mehr Tools. Es geht darum, die Basis so zu stabilisieren, dass du abends nicht jeden Tag neu gegen Bereitschaft anarbeiten musst.
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Zum Abschluss eine Frage, damit du dich direkt einordnen kannst:
Woran merkst du abends am stärksten, dass dein System noch auf Empfang ist, am gedanklichen Kreisen, am Drang noch etwas zu prüfen, oder daran, dass du nach außen zwar im Feierabend bist, aber innerlich noch im Arbeitstakt?
Schreib es mir in die Kommentare.
Ich freue mich, wenn wir uns im nächsten Video wiedersehen oder Artikel lesen.
Bis dann, dein Dirk Henningsen.


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