Warum du als erfahrener Unternehmer und Führungskraft plötzlich Entscheidungen wie ein Anfänger triffst und wie du das verhindern kannst
- Dirk Henningsen
- vor 6 Stunden
- 5 Min. Lesezeit
Warum dich als Unternehmer und Führungskraft Entscheidungen plötzlich so viel Energie kosten
Du kennst das: Morgens wirkst du klar, du siehst schnell, was wichtig ist, und triffst Entscheidungen ohne viel Reibungsverlust. Später am Tag sitzt du vor denselben Arten von Entscheidungen und plötzlich fühlt es sich an, als würdest du durch zähen Sand laufen. Kleine Fragen werden groß. Du brauchst länger. Du schiebst Dinge, die sonst in fünf Minuten erledigt sind.
Viele erklären das sofort mit Persönlichkeit oder Disziplin. Oder sie denken, es fehlt an Struktur, an Fokus, an der richtigen Methode. Das klingt logisch, ist aber oft die falsche Baustelle.
Denn wenn Entscheidungen plötzlich Energie kosten, ist das in vielen Fällen kein Kompetenzproblem, sondern ein Zustandsproblem.
Du kannst die Erfahrung haben, du kannst die Fähigkeit haben, und trotzdem steht dir dein System im Weg, weil die biologische Basis im Tagesverlauf instabil wird.
In den nächsten Minuten zeige ich dir, warum das passiert, woran du es im Alltag sauber erkennst und welche Stellschraube du als Erstes prüfen solltest, bevor du noch mehr Systeme, Tools oder Meetings in deinen Tag packst.
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Teil 1: Warum Entscheidungen Energie kosten, obwohl du eigentlich alles kannst
Eine Entscheidung ist selten nur „eine Entscheidung“. In der Praxis bedeutet sie: Du musst Informationen sortieren, eine Priorität setzen, Konsequenzen mitdenken, eine Unsicherheit aushalten und am Ende eine Richtung festlegen, die andere Optionen ausschließt. Genau das ist für Unternehmer und Führungskräfte Alltag.
Wenn dein System stabil ist, laufen diese Schritte fast automatisch. Du bewertest schneller, du schneidest schneller unwichtige Optionen ab, und du gehst zügig in Umsetzung. Wenn die Basis instabil wird, verändert sich das Muster, und zwar ohne dass du es bewusst bemerkst. Du fängst an, mehr abzusichern, mehr zu prüfen, mehr Rückfragen zu stellen, mehr Varianten zu öffnen, weil sich das innere Sicherheitsgefühl verschiebt. Ergebnis: Die Entscheidung wirkt schwer, obwohl die Faktenlage ähnlich ist wie morgens.
Das ist der Kern: Entscheidungs-Erschöpfung ist oft keine Frage von „zu vielen Entscheidungen“, sondern von „zu wenig Stabilität“ im System, das diese Entscheidungen tragen soll.
Teil 2: Woran du den Moment erkennst, an dem dein System umschaltet
Der wichtige Punkt ist nicht, dass du am Nachmittag weniger Lust hast. Der wichtige Punkt ist der Umschaltmoment, in dem du von Steuern ins Reagieren rutschst. Der fühlt sich im Alltag so an, als würdest du plötzlich nur noch hinterherlaufen, obwohl der Kalender sich nicht dramatisch verändert hat.
Drei typische Marker, die du bei dir beobachten kannst:
Erstens: Du brauchst plötzlich Absicherung für Dinge, die sonst klar sind.
Du liest Mails zweimal, du öffnest mehr Tabs, du willst „noch kurz“ etwas prüfen, bevor du entscheidest. Das wirkt wie Sorgfalt, ist aber oft ein Zeichen, dass dein System gerade weniger Reserven hat.
Zweitens: Du wechselst häufiger den Kontext, auch wenn du es nicht willst.
Du fängst eine Sache an, wirst unruhig, springst zum nächsten Punkt, schaust kurz in den Posteingang, beantwortest eine Kleinigkeit, und nach zwanzig Minuten stellst du fest, dass du zwar aktiv warst, aber keinen Schritt abgeschlossen hast.
Drittens: Deine Entscheidungsqualität wird vorsichtiger und kleiner.
Du verschiebst die wichtigen Entscheidungen nach hinten und erledigst stattdessen Dinge, die keine echte Richtung setzen. Nicht weil du es nicht weißt, sondern weil dir der innere Druck fehlt, eine saubere Linie zu ziehen.
Wenn du dich darin wiedererkennst, dann brauchst du keinen Motivationssatz. Du brauchst eine Erklärung, warum dein System im Verlauf des Tages diesen Shift macht.
Teil 3: Der Sleep Science Space Rahmen oder warum das ein Tagesrhythmus und Regenerationsproblem ist
Entscheidungsfähigkeit ist keine Charaktereigenschaft, die immer gleich verfügbar ist. Sie hängt an deinem biologischen Zustand, und dieser Zustand entsteht über 24 Stunden.
Dabei sind drei Faktoren besonders relevant: wie gut du nachts tatsächlich regenerierst, wie stabil dein Tagesrhythmus ist, und wie dein Nervensystem unter Belastung in den Tag hinein arbeitet.
Wenn du nachts nur Schlafzeit sammelst, aber die Regeneration nicht tief genug greift, startest du bereits mit einer geringeren Reserve. Du merkst das morgens oft noch nicht dramatisch, weil du über Routine, Koffein und Anlauf trotzdem in den Modus kommst. Das Problem zeigt sich später, wenn die Reserve verbraucht ist. Dann werden Entscheidungen teurer im Sinne von anstrengender, nicht im Sinne von Geld, und du brauchst mehr Aufwand für dieselbe Klarheit.
Dazu kommt ein Timing Problem. Viele Menschen haben ein gutes Entscheidungsfenster, in dem komplexe Aufgaben und Richtungsentscheidungen leichter fallen. Wenn du dieses Fenster mit Kleinkram füllst, mit Mails, Abstimmungen, kleinen Reparaturen, dann bleibt dir für die großen Entscheidungen später nur noch die Phase, in der dein System ohnehin weniger stabil ist. Das Ergebnis ist berechenbar: Der Tag produziert Aktivität, aber weniger Ergebnisse.
Das ist genau die Art von Mechanik, die klassische Produktivitätsratschläge oft übersehen. Dort geht es um Planung und Priorisierung. Hier geht es darum, ob dein System zu dem Zeitpunkt überhaupt die Kapazität hat, Priorisierung durchzuziehen.
Teil 4: Der schnelle Test für morgen, ohne dass du deinen Tag umbauen musst
Ich gebe dir jetzt keinen Plan und keine neue Routine. Ich gebe dir einen Test, der dir Klarheit liefert, ob du eher ein Timing Problem, ein Regenerationsproblem oder beides hast.
Wähle für morgen eine Entscheidung, die du ohnehin treffen musst. Keine riesige Lebensentscheidung, eher eine typische Unternehmerentscheidung, zum Beispiel eine klare Priorität für den Tag, eine Entscheidung zu einem Angebot, eine Antwort an einen Kunden, eine Richtungsentscheidung für ein Projekt.
Dann mach Folgendes:
Lege diese Entscheidung bewusst in die ersten 60 Minuten deiner Arbeit, bevor du in den Posteingang gehst oder dich in Abstimmungen verlierst. Du musst nichts perfekt machen. Es reicht, dass du dir bewusst anschaust, wie leicht oder schwer es dir fällt, eine Linie zu ziehen.
Beobachte dabei zwei Dinge:
Wie schnell kommst du zu einer klaren Richtung, und wie stark ist der Impuls, noch mehr Informationen zu sammeln, bevor du entscheidest.
Wenn du morgens deutlich leichter entscheidest, als du es sonst am Nachmittag tust, dann ist das kein Wissensproblem. Es ist ein Timing Problem, und du solltest dein Entscheidungsfenster schützen. Wenn du selbst morgens schon merkst, dass du zäh startest und Absicherung brauchst, dann ist das sehr oft ein Regenerationsproblem, weil du bereits mit zu wenig Reserve in den Tag gehst.
Teil 5: Was du daraus ableitest, ohne dich in zehn Baustellen zu verlieren
Das Ziel ist nicht, dass du jetzt alles umkrempelst. Das Ziel ist, dass du aufhörst zu raten.
Wenn du siehst, dass du morgens klar bist und später absackst, dann ist die erste Hebelidee nicht „mehr Disziplin“, sondern eine andere Reihenfolge. Lege Richtungsentscheidungen und Ergebnisarbeit früh, und verschiebe Kleinkram nach hinten, damit du das gute Fenster nutzt, solange es da ist.
Wenn du siehst, dass du schon morgens kaputt bist, dann ist die erste Hebelidee nicht „noch ein Tool“, sondern Stabilisierung deiner Regeneration. Denn ohne diese Basis wird jede Methode schwerer, egal wie gut sie auf dem Papier klingt.
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Zum Abschluss eine Frage: Woran merkst du bei dir zuerst, dass Entscheidungen heute mehr Energie kosten als sonst, an längerer Abwägung, an mehr Absicherung oder daran, dass du wichtige Dinge nach hinten schiebst? Schreib mir ein Wort in die Kommentare.
Ich freue mich, wenn wir uns im nächsten Video wiedersehen oder Blogbeitrag lesen.
Bis dann, dein Dirk Henningsen



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